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Der gute Rat
Allgemeine Tipps
Wandern und Velofahren soll Spass bereiten, Erholung und Abwechslung bieten. Niemand muss sich oder anderen etwas beweisen. Deshalb sind falscher Ehrgeiz oder Überschätzung der eigenen Kräfte fehl am Platz. Die Länge und auch der Schwierigkeitsgrad eines Ausflugs sollten auf den schwächsten Teilnehmer oder die schwächste Teilnehmerin (Kinder, ältere Personen) ausgerichtet werden. Wichtig ist auch die Eigenverantwortung: Gehen Sie nie ein Risiko ein bei unklarer Wetterlage, Unwohlsein oder anderen Schwierigkeiten. Im Zweifelsfall besser umkehren! Auch ist es nicht ratsam, eine Bergwanderung allein zu unternehmen.
Eine Orientierungshilfe bezüglich Schwierigkeitsgrad bietet Ausflieger.ch: Zu jedem Ausflug gibts in den jeweiligen praktischen Tipps nähere Angaben zu den Anforderungen.
Ausrüstung
Das A und O jedes Ausflugs ist die Ausrüstung. Diese fängt bei der geeigneten Kleidung an: Wind- und Regenschutz, ein warmes Kleidungsstück, gutes Schuhwerk und ein Sonnenhut sind besonders in den Bergen ein Muss. Sonnencrème und -brille gehören ebenso ins Gepäck wie ein kleines Notfallset, bei Radtouren zusätzlich Veloflickzeug. Präzise Wander- oder Velokarten und Streckenbeschriebe erleichtern die Orientierung.
Wer sich bewegt, hat Hunger und Durst. Deshalb: Ausreichend Proviant und vor allem genug Flüssigkeit (Wasser oder Tee) mit dabei haben.
Die Verpackung zählt: Transportieren Sie Proviant und Ausrüstung so angenehm wie möglich. Ein richtig angepasster Rucksack mit breiten Tragriemen fühlt sich viel besser an. Bei Radtouren hingegen ist ein Rucksack eher lästig. Eine kleine Saccoche tut da bessere Dienste.
Die ideale Jahreszeit
Insbesondere bei Wanderungen gilt: Jeder Ausflug zur geeigneten Jahreszeit. Viele Touren im Mittelland, Emmental und Seeland also in den tiefer gelegenen Gegenden können das ganze Jahr über unternommen werden. Anders im Berner Oberland und auch im Voralpengebiet: Dort beschränkt sich die ideale Jahreszeit auf den Sommer. Noch im Juni und ab Mitte Oktober kann man in den Bergen auf viel Alt- bzw. Neuschnee stossen.
Unerlässlich ist das Konsultieren von aktuellen Wetterberichten. Gerade in den Bergen kann das Wetter unerwartet rasch umschlagen; eine gute Vorbereitung erspart unliebsame Überraschungen. Meiden Sie bei Föhnlage den Hauptkamm der Berner Alpen. Oft können auch beim Verkehrsverein oder beim Hüttenwart genauere Informationen über Weg- und Wetterverhältnisse eingeholt werden.
Der Ausflieger.ch hilft weiter: Zu jedem Ausflug finden Sie in den praktischen Tipps Infos zur idealen Jahreszeit.
Umweltverhalten
Viele der Ausflüge führen durch intakte Naturlandschaften. Unterwegs begegnen wir gefährdeten und geschützten Tier- und Pflanzenarten. Nur wenn wir alle Sorge tragen, wird dies auch so bleiben. Es gilt deshalb ein paar Regeln zu beachten: Wer die Natur liebt, respektiert Blume, Baum und Busch. Freilebende Tiere brauchen wie der Mensch Ruhe und Erholung. Begegnen wir ihnen rücksichtsvoll und aufmerksam. Ein vorsichtiger Umgang mit dem Feuer ist unabdingbar besonders bei längeren Trockenperioden. Flur- und Waldwege sind weder Durchgangsstrassen noch Natur-Rennpisten für Autos Fahrzeuge gehören auf die Strasse. Niemand freut sich über herumliegenden Kehricht. Darum: Abfälle wieder in den Rucksack packen. Wanderer, Bikerinnen, Velofahrer alle suchen wir an sonnigen Tagen Ruhe und Entspannung. Nur wenn wir aufeinander Rücksicht nehmen, wird der Ausflug auch tatsächlich zur erholsamen Tour.
Unsere Ansprüche und unser Verhalten haben einen wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung unserer Landschaft. Wir können dazu beitragen, dass nicht eben das unwiederbringlich zerstört wird, was wir suchen: ein erholsames Erlebnis in ursprünglicher Natur.
Wanderweg-Markierungen
Markierung der Wander- und Bergwanderwege ist in der ganzen Schweiz einheitlich geregelt: Wanderwege sind gelb, die anspruchsvolleren und schwierigeren Bergwanderwege dagegen weiss-blau-weiss gekennzeichnet. Nicht zur Kategorie Wanderwege gehören die alpinen Routen: Diese blau-weiss-blau markierten Pfade stellen höchste Ansprüche an den Wanderer.
Wanderweg
In der Regel gefahrlos begehbar. Bei Nässe, Schnee, und Eis ist Vorsicht (Rutschgefahr!) geboten. Gutes Schuhwerk verhindert Ermüdungserscheinungen.
Bergwanderweg
In den Bergen kann das Wetter plötzlich und unvermittelt umschlagen. Schnee bis in tiefere Lagen ist auch im Sommer möglich. Erhöhte Aufmerksamkeit verlangen auch das Queren von Schneefeldern und steile und nasse Grashänge. Hohe Bergschuhe mit Profilgummisohle, Kälte- und Regenschutz und gutes Kartenmaterial gehören hier zur Grundausrüstung.
Alpine Route
Alpine Routen führen im Gebirge zum Teil durch wegloses Gelände, über Schneefelder und Gletscher sowie durch Fels mit kurzen Kletterstellen. Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.
Kulturweg
Ein Spezialfall sind Kulturwege, zum Beispiel der Obersimmentaler Hausweg. Oft müssen dabei Siedlungsgebiete mit viel Teerbelag durchlaufen werden.
(Quelle: Berner Wanderwege)
Veloland-Markierungen
Neun nationale Routen gibt es im Veloland Schweiz. Rote Wegweiser nicht gelb wie bei den Wanderwegen! führen sicher durchs Land. Über das Angebot an Velorouten orientieren Infotafeln an Bahnhöfen und Routenverzweigungen. Sämtliche Routen, die von 1 bis 9 nummeriert und auch mit einem Namen versehen sind, beginnen immer an einem Bahnhof. Die Wegweisung ist in der ganzen Schweiz einheitlich:
Bei Routenverzweigungen oder Bahnhofanschlüssen finden sich neben den Routensigneten auch Ziel- und Distanzangaben.
Zwischen den Wegweisern mit Ziel- und Distanzangaben wird meist das Routensignet wiederholt. Verlaufen zwei Routen auf derselben Strecke, stehen zwei Signete auf demselben Wegweiser.
Wenn keine Routenverzweigung angezeigt werden muss, kann die Wegweisung auch ohne Routensignet erfolgen.
Die Vorwegweiser, die rechtzeitig eine bevorstehende Richtungsänderung oder Kreuzung ankünden, sind in der Regel ohne Routensignete gestaltet.
Auf langen Streckenabschnitten ohne Abzweigung geben Ihnen Bestätigungstafeln das Vertrauen in die gewählte Richtung.
Höhendifferenztafeln orientieren entlang der Route über wesentliche Steigungen. Steigungen unter 100 Meter werden nicht aufgeführt, bei der Alpenpanorama- und der Juraroute sind es sogar mindestens 200 Meter.
Dieses Velosymbol macht darauf aufmerksam, dass das Fahrrad für eine bestimmte Strecke geschoben werden sollte.
(Quelle: Veloland Schweiz)
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