| Von Sauriern und Segelfliegern
St. Imier – Sonceboz – Péry – Biel
Das Vallon de Saint-Imier hat auf den ersten Blick nichts Spektakuläres zu bieten. Es hat aber durchaus seine interessanten Seiten – und vor allem einen eigenen Charakter. Auf der Fahrt von St-Imier nach Biel ist dieser gut zu spüren.
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Praktisches zum Tipp |
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Anforderungen: Technik: mittelschwer. Kondition: mittelschwer (etwa 250 Höhenmeter).
Ausrüstung: Mountain-Bike.
Anfahrt: Bahnhof St. Imier.
Rückfahrt: Bahnhof Biel.
Verkehrsaufkommen: Kein motorisierter Verkehr (Neben- und Wanderwege).
Distanz: 32 km.
Jahreszeit: Frühling bis Herbst.
Verpflegung unterwegs: Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten entlang der gesamten Route.
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Links:
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Rudolf Burger
Im Winter wird das Tal, vor allem im unteren Teil, von der Sonne nicht eben verwöhnt. Deshalb ist es für viele schlicht unvorstellbar, hier zu wohnen. Der Startort befindet sich am Fuss des Mont-Soleil. Nomen est omen? Hoffentlich.
Durch den schattigen Wald abwärts rollen, gemütlicher geht es nicht. Die «Source de la Dou», nach Villeret, in der Rechtskurve plätschert vor sich hin. Später muhen Kühe auf der Weide. In Cormoret und Courtelary fallen schöne Bauernhöfe im jurassischen Stil und markante Brunnen auf. Über dem Tal kreisen die Segelflieger, die auf dem Flugplatz gleich neben dieser Route gestartet sind.
Auf den Spuren der Saurier
Etwas nach der Hälfte der Distanz folgt idealerweise die Métairie de Nidau. Vor dem Hof oder in der gemütlichen Stube wird währschafte Kost serviert. Der Flüssigkeitsverlust ist bald ausgeglichen, und die Tour kann weitergehen. Es folgt ein kurzer Aufstieg, dann wieder eine Abfahrt. Es lohnt sich zu bremsen: Am Wegrand gibt es Saurierspuren zu entdecken. Je nach Sonnenstand sind sie auf den ersten Blick sichtbar. Manchmal braucht es etwas länger, sie auszumachen.
Nach den skurill anmutenden Zementwerken wird das Tal eng. Oberhalb der Taubenlochschlucht, gegen Ende der Tour, wartet der steilste Aufstieg. Wer hier das Bike nicht schiebt, ist ein Top-Athlet. Die Abfahrt nach Biel schliesst die Fahrt würdig ab.
Routenbeschreibung:
- Km 0.0: Wanderwegweiser Richtung Sonceboz folgen.
- Km 16.5: Bahnhof Sonceboz-Sombeval. 300 m nach der Station rechts Wanderwegweiser Richtung La Heutte und Biel.
- Km 19: Bei Barriere den Knopf drücken, dann rechts zur Métairie de Nidau.
- Km 20: Rechts Wegweiser «Saurierfährten».
- Km 23.5: Zementfabrik, immer noch Wegweiser folgen.
- Km 25: Rondchâtel rechts.
- Km 26.5: Frinvillier Richtung Biel/Taubenlochschlucht, dann Wanderwegweiser Richtung Lysserbrunnen.
- Km 27.5: Den Weg geradeaus verlassen. Starke Steigung auf schmalem Weg, zweite Waldstrasse nach links nehmen.
- Km 28.3: Schmaler Weg links.
- Km 28.5: Geradeaus Richtung Ried.
- Km 29.5: Bahnübergang Ried rechts.
- Km 31: Oberhalb der Altstadt links Richtung Solothurn. Auf der Hauptstrasse rechts Richtung Neuenburg, beim Museum Neuhaus links, bei der Schwanenkolonie links und zum Bahnhof.
Quelle: Seelandjura.ch
| by the way |
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mif. Gleich drei Brände hat das Städtchen Saint-Imier, Ausgangspunkt der Bike-Tour, im 19. Jahrhundert über sich ergehen lassen müssen. Entsprechend rar sind die Spuren seiner Vergangenheit. Die grössten Attraktionen des Ortes liegen denn auch ausserhalb: Die Ruinen des mittelalterlichen «Château d`Erguel» südwestlich von Saint-Imier und der Ausflugsberg Mont-Soleil mit seinem Solarkraftwerk.
Dinosaurier haben an mehreren Orten im Berner Jura im Schlamm ihre Spuren hinterlassen, so in Moutier, Montbautier und bei La Heutte im Vallon de Saint-Imier. Südlich von La Heutte kamen 1997 bei Strassenbauarbeiten versteinerte Fussspuren eines Brontosauriers zum Vorschein. Die Fussabdrücke des Giganten sind heute auf einem beschilderten Themenwanderweg zu sehen; auf Schautafeln wird alles Wissenswerte erklärt.
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