| Glitzernde Winterwelt in der Gemmi-Region
Gemmipass – Schwarenbach – Sunnbüel
Der Gemmipass ist ein alter Passübergang zwischen dem Berner Oberland und dem Wallis und verbindet die Orte Kandersteg und Leukerbad. Im Sommer zählt die Tour zu den klassischen Passwanderungen in der Schweiz. Im Winter ist die verkürzte Variante ein einmaliges Wandererlebnis in einer glitzernden Winterwelt.
Marion Berger
Der Aufstieg vom Bäderort Leukerbad hinauf auf den Gemmipass ist im Winter nicht begehbar. Aber auch die Fahrt mit der Luftseilbahn entlang der fast senkrechten Felswände ist recht spektakulär. Lediglich ein einzelner Mast, der zu äusserst auf einem Felssporn gebaut wurde, liegt zwischen der Tal- und der Bergstation. Oben auf der Gemmi geniesst man eine überwältigende Aussicht auf die Bergriesen des Wallis und der Berner Alpen.
Was jetzt folgt, ist eine einmalige Wintertour durch eine gigantische Berglandschaft. Der zugefrorene Daubensee bildet einen flachen und breiten Talboden und wird dadurch zum idealen Langlaufgebiet. Die Landschaft ist karg und eisig und von einer bizarren Schönheit. Etwa auf halber Strecke bietet das Hotel Schwarenbach eine willkommene Rastmöglichkeit in dieser einsamen Gegend. Im Abstieg hinunter auf die Ebene der Spittelmatte sind die Aussichten auf die Alpenwelt rund um Kandersteg immer wieder beeindruckend. Von der Bergstation Sunnbüel geht’s dann schliesslich mit der Seilbahn wieder zurück in die «Zivilisation».
Routenbeschreibung:
- 00:00: Beim Hotel Wildstrubel dem Wanderweg nach Kandersteg folgen.
- 01:20: Über den Daubensee gelangt man zum Hotel Schwarenbach. Dort geradeaus weiterwandern. Es folgt ein Abstieg auf eine wunderschöne Hochlandschaft.
- 02:00: Bei der Spittelmatte Richtung Sunnbüel wandern.
- 02:30: Von der Bergstation Sunnbüel führt eine Seilbahn hinunter nach Eggeschwand. Von dort aus fahren regelmässig Busse zum Bahnhof Kandersteg.
Quelle: Seelandjura.ch
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mif. Das heutige Berghotel Schwarenbach wurde bereits 1742 als Zollhaus zwischen der Eidgenossenschaft und Savoyen erbaut. Es gehört zu den ältesten Berggasthäusern der Schweiz. Verschieden Um- und Anbauten wurden seither vorgenommen, noch heute aber sind die alten Brandmauern sichtbar.
Viele prominente Reisende haben hier Station gemacht: Horace-Bénédict de Saussure, Zacharias Werner, Albrecht von Haller, Alexandre Dumas, Mark Twain und auch Pablo Picasso. Der Betrieb war stets in privater Hand und hat auch Kriegs- und Krisenzeiten überstanden.
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