| Falkenfluh - der Nachmittagsausflug für kurze Wintertage
Heimenschwand - Aeschlenalp - Falkenfluh - Oberdiessbach
Die knapp dreistündige Wanderung von Heimenschwand via den Aussichtspunkt Falkenfluh nach Oberdiessbach ist ideal für einen Nachmittagsausflug während der kurzen Wintertage: Schöne Anfahrt, kurze Wanderung, spektakuläre Aussicht auf der Falkenfluh – und schnell wieder in der Wärme.
Markus Schütz
Schon die Anfahrt mit dem öffentlichen Verkehr bietet einiges: Von Thun geht man per Postauto via Schwarzenegg nach Heimenschwand und bekommt angesichts der puderbezuckerten Hügel des Hombergs wieder mal vor Augen geführt, wie nah Stadt und Land im Kanton Bern einander sind.
In Heimenschwand gelangt man rechts vorbei am markanten Holzhaus des Restaurants Bären zu einer Teerstrasse; auf dieser Strasse links bis in den Wald, wo bald der Wanderweg links abzweigt. Bald führt der Weg unter dem Skilift durch, der von Marbach her hier heraufkommt, 50 m herauf bis ans Skiliftende und wieder in den Wald – hier geht’s noch 200 m durch den Wald bis zum höchsten Punkt der Wanderung, Punkt 1196, der nach einer Wegstunde schon eine schöne Aussicht auf den benachbarten Kurzenberg bietet.
Von hier geht’s via die abgelegene Idylle der Aeschlenalp zumeist im Lothar-zerzausten Wald kreuz und quer bis zur Falkenfluh – die Wanderweg-Markierungen sind vor allem im Winter nicht immer einfach zu sehen, aber wenn man versucht, auf der Höhe zu bleiben, kann man die Fluh eigentlich nicht verpassen.
Der Wanderweg verzweigt sich noch vor den Gebäuden des ehemaligen Hotels auf der Falkenfluh nach rechts Richtung Oberdiessbach und links via Bleiken nach Brenzikofen. Es empfiehlt sich aber, erst nach dem ehemaligen Hotel rechts zu gehen und auf der Delta-Rampe einen Blick über die eigentliche Fluh (siehe «by the way») zu werfen. Das Strässchen führt nach der Rampe weiter an einem Bauernhaus vorbei in den Wald, wo man wieder auf den Wanderweg gelangt, der durch ein abgeschiedenes Tälchen nach Oberdiessbach führt.
| by the way |
|
Die Falkenfluh ist nicht nur als Ausflugsziel für Wanderer bekannt, sondern hat auch in der Szene der Deltaflieger einen guten Ruf: Seit 1978 existiert dort unmittelbar über der Felswand eine Rampe für Starts mit Deltafliegern. Der Startplatz wird von einem Deltaflieger so beschrieben: «Eine neue Starterfahrung mit dem Delta von der berüchtigten Rampe auf der Flue (3 m flach, dann 3 m mit 45°, dann 200 m senkrechte Wand...)». Wer schon an der Rampe stand, weiss, was gemeint ist.
Von der Falkenfluh aus sollen laut der Website des Delta Teams Falkenfluh Distanzflüge über 100 Kilometer oder Pilatus retour machbar sein. Gut möglich: Die modernen Fluggeräte haben auf einer Distanz von 1800 Metern einen Höhenverlust von lediglich 100 Metern.
|
|
|
|