| Von Expo-Stadt zu Expo-Stadt (mit Umwegen)
Neuchâtel – Gorges de l’Areuse – Val de Travers – Ste-Croix – Yverdon
Nicht die kürzeste, aber bestimmt eine der schöneren Verbindungen zwischen den Expo-Städten (wenn man die Varianten zu Wasser mal ausklammert): Zwei Steigungen sind zu bewältigen, um via Val-de-Travers von Neuchâtel nach Yverdon zu gelangen.
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Praktisches zum Tipp |
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Anforderungen: Mittel. Steil am Anfang.
Ausrüstung: Jedes Velo geht.
Anfahrt: SBB nach Neuchâtel oder Boudry.
Rückfahrt: SBB von Yverdon.
Verkehrsaufkommen: Fast ausschliesslich Radwege bis Fleurier, wenig Verkehr bis Ste-Croix, mässig Verkehr von Ste-Croix nach Yverdon.
Distanz: Rund 75 km.
Fahrtzeit: Kleine Tagestour
Jahreszeit: März bis November.
Verpflegung unterwegs: Diverse Möglichkeiten.
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Links:
SBB-Fahrplan
Val de Travers
Expo-Website
«Bund»-Wetter
«Bund»-Wetter
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Markus Schütz
Von Neuchâtel (434 m) bis Colombier sind Hauptstrassen nicht zu vermeiden – entweder oberhalb der Stadt via Peseux oder unterhalb der Seeroute entlang via Serrières–Auvernier gelangt man nach Colombier, Bôle und schliesslich Boudry, dem Eingang zur Gorges de l’Areuse; aufpassen muss man lediglich, dass man ausgangs Boudry nicht unmittelbar nach der Brücke den Wanderweg erwischt, der unter dem Bahnviadukt durchführt, sondern auf der Strasse bleibt und 100 m später die Bahn überquert.
Die Strasse durch die wilden Gorges de l’Areuse ist gut, aber bisweilen recht steil, und obwohl sie meist im Schatten verläuft, dürfte sie vor allem für Radler mit Anhängern einiges abverlangen – von Boudry (485 m) bis Noiraigue (725 m). Allerdings: Lang ist sie nicht, notfalls hilft stossen.
Durchs Val-de-Travers, das Tal der grünen Fee, wirds dann angenehm flach. Das Val-de-Travers ist ein für Jura-Verhältnisse relativ dicht besiedeltes, breites Tal, durchflossen von der Areuse. In Travers (735) stossen wir auf die nationale Veloroute Nr. 7, die Jura-Route; das ist recht praktisch, denn die nationalen Velorouten von Veloland Schweiz sind ausgezeichnet beschildert. Die Velowege verlaufen zumeist der Areuse entlang durch das flache Tal, vorbei an den Asphaltminen von La Presta (siehe «By the way»).
Hier lohnt es sich, gut aufzupassen: Der Radwanderweg führt über einen der rund 7000 unbewachten Bahnübergänge der Schweiz, die jedes Jahr (!) zwischen 11 und 23 Todesopfer fordern.
In Fleurier spaltet der Chapeau de Napoleon, ein markanter Grat, das Tal. Wir fahren auf der Route 7 links an ihm vorbei bis Buttes, hier rechts von der Hauptstrasse weg zur zweiten markanten Steigung der Tour: Von Buttes (770 m) bis Les Bourquin (1125 m). In L'Auberson schliesslich verlassen wir die Route 7, um via Col des Etroits (1152 m) nach Ste-Croix zu gelangen. Der Rest ist geniessen: Von Ste-Croix nach Yverdon kommt man mit guten Lagern und schlechten Bremsen mit wenigen Pedalumdrehungen über ein paar Haarnadelkurven mit bester Aussicht nach Yverdon.
| by the way |
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Im Val-de-Travers wurde während über drei Jahrhunderten das «Harz der Erde», der Naturasphalt, zutage gefördert. Dabei entstand ein Stollenlabyrinth von über 100 Kilometern, um die Bedürfnisse des Strassenbaus auf der ganzen Welt zu befriedigen. Der Abbau ist inzwischen eingestellt, aber die Asphaltminen von Travers sind zu besichtigen und vermitteln einen Eindruck nicht nur der Arbeit unter Tage, sondern auch der Industrialisierung des Val-de-Travers. Weitere Auskunft bietet 032 863 30 10 oder hotelaigle@bluewin.ch.
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