| Immer der Sonne entgegen
Balmberg – Weissenstein – Hasenmatt – Grenchenberge
Der Solothurner Jura zeigt sein Sonntagsgesicht: Phantastischer Höhenweg vom Balmberg über den Weissenstein und die Hasenmatt zu den Grenchenbergen. Auf der rund viereinhalbstündigen Wanderung wird es einem nie langweilig – immer wieder bieten sich herrliche Ausblicke, der Weg ist ein ständiges Auf und Ab. Kaum Hartbelagstrecken.
|
 |
|
|
|
|
| |
Praktisches zum Tipp |
|
| |
|
|
| |
Anforderungen: Mittelschwere Wanderung. Einige Auf- und Abstiege.
Anfahrt: Mit der Bahn bis Solothurn und weiter mit dem Bus bis zum Kurhaus Oberbalmberg.
Rückfahrt: Mit dem Bus vom Unteren Grenchenberg nach Grenchen-Süd und weiter mit der Bahn. Unbedingt Busfahrplan beachten!
Distanz: Rund 14,5 km.
Wanderzeit: Rund 4 h 30.
Jahreszeit: Frühling bis Herbst.
Verpflegung unterwegs: Restaurants auf dem Oberbalmberg, Weissenstein, Hinteren Weissenstein, Oberen Grenchenberg und Unteren Grenchenberg. |
|
| |
|
|
| |
Links:
SBB-Fahrplan
Balmberg
Hotel Kurhaus Weissenstein
Berner Jura
Jura Höhenwege
Site zum Jurahöhenweg
 |
|
|
|
|
Michael Fankhauser
Ausgangspunkt der Tour ist der Balmberg (1058 Meter) – dank Kurhaus und guter Fernsicht eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Wir nehmen den Höhenweg Richtung Weissenstein und müssen gleich rund 200 Höhenmeter hinter uns bringen. Da der breite Weg meist durch den Wald führt, ist es angenehm kühl. Deutlich an Attraktivität gewinnt die Wanderung, sobald wir den Weissenstein (1284 Meter) erreichen: Auf steinigem Pfad (Höhenweg Richtung Hasenmatt folgen!) geht’s meist flach durch sonnendurchfluteten Wald zum Restaurant Hinterer Weissenstein (1226 Meter). Hier in dieser herrlichen Wald- und Felslandschaft liegt auch der Einstieg ins bekannte Nidleloch verborgen (siehe «by the way»).
Wir bleiben auf dem Höhenweg, der sich nun auf einem breiten Strässchen fortsetzt und ein kurzes Stück sogar wieder zurück Richtung Kurhaus Weissenstein führt. Wir biegen zweimal rechts ab, und dann geht’s konsequent gegen Westen. Die Hasenmatt (1444 Meter), den höchsten Punkt der Tour, haben wir bereits vor Augen. Der Weg steigt sanft an und verschwindet wieder im Wald. Schliesslich geht er in einen Pfad mit Tritten über; auf dem Grat zwischen Bäumen und Felsen ergattern wir erste Ausblicke auf den Jura und das Aaretal. Wir überqueren eine Teerstrasse, es schliesst sich ein weiterer Anstieg auf die Hasenmatt an. Hinreissend die Aussicht dann: An klaren Tagen breitet sich vor einem die gesamte Alpenkette aus – von Pilatus bis Montblanc.
Felszirkus
Hügel hinunter, Hügel hinauf: Wir steigen auf steinigem Pfad ab bis zum Punkt Müren (1318 Meter), um die Höhe gleich wieder zurückgewinnen zu müssen. Bis zum langgestreckten Grasrücken der Stallflue (1409 Meter) sind rund hundert Höhenmeter zu bezwingen. Wir passieren ein Gipfelkreuz, die Aussicht ist erneut grandios – besonders der Blick hinunter in den Kessel des Brüggli nimmt uns gefangen. Ein spektakulärer Felszirkus! Der schmale Pfad zum Oberen Grenchenberg (1348 Meter) verläuft durch wilden Wald, verlangt da und dort etwas Trittsicherheit. Ganz anders der Abschluss der Wanderung: Über locker mit Tannen bestückte Juraweiden erreichen wir unseren Zielpunkt, den Unteren Grenchenberg (1295 Meter).
| by the way |
|
Der Höhenweg vom Balmberg zu den Grenchenberge ist ein Streckenabschnitt des rund 300 Kilometer langen Jurahöhenweges zwischen Dielsdorf (ZH) und Borex (VD). Die Gesamtstrecke ist in sechzehn Etappen aufgeteilt, die man in rund 90 Stunden – reine Marschzeit! – zurücklegen kann. Betreut wird der Weg vom Schweizerischen Juraverein, der im Jura ein Wegnetz von gut 640 Kilometern unterhält (spezielle rot/gelbe Markierung).
Der Jurahöhenweg ist reich an landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten; einige davon kann man auf dieser Tour entdecken: die Aussichtspunkte Weissenstein und Hasenmatt, das Höhlensystem des Nidleloch beim Hinteren Weissenstein. Eine weitere Attraktion am Wegrand ist der Planetenweg, der einem ein Bild über die Distanzen in unserem Sonnensystem vermittelt.
|
|
|
|