| Im Land der stillen Wasser
Büren an der Aare – Meinisberg – Im Cheer – Alte Aare – Häftli – Büren an der Aare
Müheloses Fortbewegen auf gut ausgebauten Uferwegen, dazu ein Fluss- und Vogelparadies, das nicht nur Ornithologen in helle Begeisterung versetzt. Die Rundwanderung ums Naturschutzgebiet Häftli bei Büren an der Aare ist ein sicherer Wert und dürfte auch bei Kindern auf Anklang stossen. Einige Hartbelagabschnitte.
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Praktisches zum Tipp |
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Anforderungen: Leicht.
Anfahrt: Mit der Bahn bis Lyss und weiter mit Bahn/Bus nach Büren an der Aare.
Rückfahrt: Bahn oder Bus ab Büren an der Aare.
Distanz: 12 km.
Wanderzeit: 2 h 50.
Jahreszeit: Ganzes Jahr.
Verpflegung unterwegs: Gasthöfe in Büren an der Aare, Meinisberg und Meienried. |
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Links:
SBB-Fahrplan
Büren an der Aare
Meinisberg
Safnern
«Bund»-Wetter
«Bund»-Wetter
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Michael Fankhauser
Zum Auftakt gleich Kulturkost: Das Landstädtchen Büren an der Aare (443 m, siehe «by the way») beglückt uns Erlebnishungrige mit einer Reihe schmucker Bürgerhausfassaden (16. bis 19. Jahrhundert). Wir überqueren die Aare auf der 1991 eingeweihten Holzbrücke – das Original fiel 1989 einem Brandanschlag zum Opfer. Vor dem renommierten Gasthaus «Baselstab» zweigen wir links auf den Uferweg ab, der uns auch Einblicke in die mittelländische Einfamilienhauskultur vermittelt. Den kleinen Aaresteg, der kurz darauf folgt, lassen wir – zumindest jetzt – links liegen.
Nach kurzer Zeit finden wir wieder zum Uferweg zurück, der nun während acht Kilometern dem weiten Bogen der Alten Aare folgt. Zerstreuung und Abwechslung bietet weniger die Topographie – die Wanderung ist ausgesprochen höhenmeterarm – als vielmehr die Landschaft: Weiden, Erlen, Pappeln, Eschen, Eichen und Birken säumen das stille Wasser, in der Ferne erhebt sich dunkel die vorderste Jurakette. Das Naturschutzgebiet Häftli ist überdies ein Vogelparadies. Aufgeregt schnatternde Stockenten, stoische Graureiher, neugierige Bläshühner – das ganze Wasservogel-Sortiment der Schweiz scheint sich hier eingenistet zu haben.
Eine weite Schlaufe
Immer schön der Reihe nach: Wir passieren zunächst ein ausgedehntes Gärtnereigelände, touchieren dann das Dorf Meinisberg (430 m), das sich am Fuss und Hang des Büttenbergs breit macht, im Cheer (430 m) schliesslich lässt es sich dank formidabler Feuerstelle gut grillieren. Und immer wieder: Günstig angelegte Ausguckpunkte auf struppige Fluss- und Sumpflandschaft. Dann kriegen wir Teer unter die Füsse, wir wandern zunächst auf dem Strässchen, das Safnern mit der Uferstrasse des Nidau-Büren-Kanals verbindet.
Dem Nidau-Büren-Kanal entlang ostwärts. Die Rundwanderung neigt sich ihrem Ende zu, noch wartet aber ein empfehlenswerter Abstecher auf dem Rückweg: Der Beobachtungsturm im Häftli (430 m), der sich in fünf Wanderminuten bequem erreichen lässt. Ein weiteres kurzes Stück auf der Uferstrasse, dann auf Feldweg vorbei am Denkmal des Internierungslagers (siehe «by the way»), vorbei auch am kleinen Naturschutzgebiet «Farmatt-Giessen». Schliesslich gibt’s ein Wiedersehen mit dem Aaresteg, der uns nun den Übergang über die Alte Aare ermöglicht. Die Fortsetzung ist bekannt, das Altstädtchen von Büren nah.
| by the way |
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Das Städtchen Büren – hübsch im Engpass zwischen Städtiberg und Aare gelegen – ist ein Gesamtkunstwerk; die als Dreieck angelegte Altstadt ist vorzüglich erhalten. Es lohnt, ein wenig in den historischen Gemäuern zu verweilen. Zu sehen gibt es etwa bunte Laubenhäuser mit spätgotischen Fassaden, ein Schloss aus dem 17. Jahrhundert und eine Kirche, deren Ursprünge auf das 13. Jahrhundert zurückgehen.
Wen’s noch nicht auf die Rundwanderung lockt, kann dem Heimatmuseum im ehemaligen Spittel, schräg gegenüber der Kirche, einen Besuch abstatten. Das Haus ist direkt an die ehemalige Ringmauer gebaut. Bekannt ist Büren auch für seine hölzerne gedeckte Aarebrücke. Die benachbarten Ländteanlagen stammen aus dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts.
Denkmal einer zwiespältigen Zeit: Im Häftli erinnert eine mächtige Skulptur aus rohem Stein an das grösste Flüchtlingslager der Schweiz, das hier im Zweiten Weltkrieg betrieben wurde.
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